Leseratten und Bücherwürmer aufgepasst!

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Meenzerkind
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Leseratten und Bücherwürmer aufgepasst!

Beitragvon Meenzerkind » So 3. Aug 2008, 19:59

Leben ohne Ball, heißt für mich ein Buch in der Hand zu haben.

Deshalb wäre nett, wenn es wieder gute Büchervorschlägen gibt! :clap:

Anlässlich seines 70´igsten, die Biographie des Herrn Schimanskis bzw. Götz Georges!

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eine ganz tolle Bio, hab sie heute fertig gelesen und bin beeindruckt von diesem Mensch, der seine Rollen lebt.
"Sich selbst zu lieben, ist der Beginn einer lebenslangen Leidenschaft." (Oscar Wilde)

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Nicolche
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Leseratten und Bücherwürmer aufgepasst!

Beitragvon Nicolche » Mo 4. Aug 2008, 08:06

Das ist eins meiner Lieblingsbücher:

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Kurzbeschreibung
In ihrem zweiten Roman beschreibt E. Annie Proulx einen glücklosen Mann, der vor den Schicksalsschlägen seines Lebens auf die öde Felseninsel Neufundland flieht und ein neues Leben beginnt. Mit Schiffsmeldungen gelang ihr international der Durchbruch.
Inhalt: Die Hauptperson des Romans ist der unbeholfene und schüchterne Tor Quoyle, ein Versager, der seinen Aushilfsjob in einer Druckerei verloren hat und von seiner Frau verlassen wird. Als diese bei einem Autounfall stirbt, bleibt Quoyle mit seiner sechsjährigen Tochter zurück. Als zudem seine Eltern Selbstmord begehen, zieht er nach Neufundland, wo seine Familie Jahre zuvor gewohnt hatte.
In der unwirtlichen und rauen Gegend entwickelt Quoyle allmählich den Willen, sein Leben in den Griff zu bekommen. Er versucht, das inzwischen nahezu verfallene Haus der Quoyles bewohnbar zu machen und findet bei der Lokalzeitung eine Anstellung. Er soll über Autounfälle berichten und – wasserscheu wie er ist – ausgerechnet die Rubrik »Schiffsmeldungen« übernehmen. Es gelingt ihm, daraus eine lebendige Kolumne über Skurrilitäten und Katastrophen auf See zu machen. Nach und nach lüftet er auch das Geheimnis seiner Familie: Als Plünderer von Schiffen waren sie in der Gegend jahrelang gefürchtet. Quoyle findet allmählich Zugang zu den Menschen der Gegend und lernt schließlich Wavey kennen, die allein mit ihrem behinderten Sohn lebt.


Das Buch diente als Vorlage für einen ganz wunderbaren Film, mit einem sensationellen Kevin Spacey in der Hauptrolle:

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Beides kann ich nur wärmstens empfehlen!!!

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Meenzerkind
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Beitragvon Meenzerkind » Mo 18. Aug 2008, 20:54

Dieser Krimi geht runter wie Öl, man will ihn gar nicht mehr aus der Hand legen.

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Beschreibung:
Mord, Dekadenz und Geisterbeschwörung: ein Krimi aus dem Wien der Jahrhundertwende.

Wien, Anfang des 20. Jahrhunderts: Der Tod des jungen Mediums Charlotte Löwenstein gibt Rätsel auf. Es gibt keine Spuren von Gewalt, ein Abschiedsbrief deutet auf Selbstmord hin. Der Polizist Reinhardt glaubt weder daran noch an übersinnliche Kräfte und bittet den jungen Arzt und Psychoanalytiker Max Liebermann um Hilfe. Der ist bekannt für seinen kühlen Verstand. Und für seine unkonventionellen Methoden ...

Premiere eines ungewöhnlichen Detektivs: der Psychoanalytiker Max Liebermann auf der Suche nach dem Mörder.

"Sherlock Holmes trifft Sigmund Freud - ein überaus unterhaltsamer und spannender Krimi." - The Guardian

"Ein mitreißendes Porträt des Wiens der Jahrhundertwende." - Literary Review

"Dieser Eröffnungsroman einer neuen Serie ist ungewöhnlich und faszinierend - er handelt von dem historischen Moment, wo der Aberglaube des alten Zeitalters von der wissenschaftlichen Schärfe des neuen abgelöst wird." - The Sunday Times

@ Nicolche,den zweiten Teil der Trilogie, habe ich mir heute bestellt! :yeah:

So ich gehe jetzt bissel lesen und träume mich in die Welt der Fiaker und diversen Cafés in Wien. :love:
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Meenzerkind
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Beitragvon Meenzerkind » So 7. Sep 2008, 16:43

zwei Bücher, welche ich grade gelesen habe und die sich seit kurzer Zeit erst im Buchladen rumtummeln:


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Ihr Tod muss langsam und qualvoll gewesen sein: Im Wald von Heartsdale, einem kleinen Provinzstädtchen im Süden der USA, ist die junge Abigail in einer sargähnlichen Kiste lebendig begraben worden. Jeffrey Tolliver, Chef der örtlichen Polizei, ist entsetzt.

Abigail muss mehrere Tage in der Kiste gelegen haben, versorgt mit Nahrung und einem Metallrohr zum Atmen. Wollte der Mörder das Mädchen bestrafen und hat sie im Wald vergessen? War ihr Tod womöglich ein Unfall? Die Gerichtsmedizinerin Dr. Sara Linton obduziert die junge Frau und findet heraus, dass sie an einer Zyankali-Vergiftung starb.

Die Ermittlungen führen Jeffrey die Polizistin Lena Adams aufs Land zu Abigails Familie. Eine Familie, die sehr fromm lebt und es sich zur Aufgabe gemacht hat, Ex-Sträflingen und Junkies auf ihrer Farm ein neues Zuhause zu geben. Die Familienmitglieder sind extrem verschlossen, Abigails Tod scheint sie aber sehr mitzunehmen. Doch was verbirgt sich hinter der Frömmigkeit? Eine fanatische Sekte? Oder sind es ganz andere Motive, die die Familie umtreiben?

Zunächst verlaufen aber alle Spuren im Nichts. Dann findet die Polizei einen zweiten Sarg, der schon vermodert ist, auf der Innenseite des Deckels Kratzspuren. Abigails Mörder hat also schon einmal zugeschlagen. Zu allem Überfluss verschwindet auch noch Abigails kleine Schwester Rebecca, und ein Wettlauf mit der Zeit beginnt.

Ganz ehrlich, NAJA! :ka:

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Kurzbeschreibung:


Dublin in der 70er Jahren. Die drei wohlgeratenen Töchter der Familie Dunville besuchen die beste Schule vor Ort und haben eine goldene Zukunft vor sich. Allein Becky, die Mittlere, durchschaut die manipulativen Spielchen, die ihre allseits beliebte große Schwester Bella mit Eltern, Lehrern und Nachbarn treibt. Doch eines Abends verschwindet Bella Dunville im Dezembernebel und kehrt nie wieder zurück. Während die Fahndung ins Stocken gerät und die Eltern immer mehr verzweifeln, macht sich Becky auf die Suche nach der Wahrheit: Wer war ihre Schwester wirklich?


Hatte ich in drei Tagen durch. Die Story ist das ganze Buch über sehr spannend gehalten, allerdings der Schluss ist sehr flach!
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Noch mehr Bücher

Beitragvon Meenzerkind » So 14. Sep 2008, 19:14

Meenzerkind hat geschrieben:Leben ohne Ball, heißt für mich ein Buch in der Hand zu haben.

Deshalb wäre nett, wenn es wieder gute Büchervorschlägen gibt! :clap:

Anlässlich seines 70´igsten, die Biographie des Herrn Schimanskis bzw. Götz Georges!

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eine ganz tolle Bio, hab sie heute fertig gelesen und bin beeindruckt von diesem Mensch, der seine Rollen lebt.



Wenn Ihr nicht wisst, was Ihr euren Kids zum nächsten Geburtstag oder vielleicht schon Weihnachten schenken sollt!


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Tintenherz

Obwohl, ich finde ja gar nicht, dass es so ne Geschichte wie Harry Potter ist. Um ehrlich zu sein, Harry Potter gefällt mir besser. Das einzige, wo sich die Bücher etwas ähnlich sind, ist reale Welt gemixt mit Fantasiewelt! Wenn man Harry Potter und Tintenherz miteindander vergleichen möchte, müsste man auch Äpfel mit Birnen vergleichen können.

Oder kann man Harry Potter mit der Unendlichen Geschichte vergleichen? Nee, das geht auch nicht!
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Beitragvon Meenzerkind » Sa 1. Nov 2008, 23:08

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Inhalt :


Sie nennen ihn nur noch den Mordhof, den einsam gelegenen Hof der Danners in Tannöd. Eine ganze Familie wurde in einer Nacht ausgelöscht, mit der Spitzhacke erschlagen. Gemocht hat sie kaum jemand, mürrische, geizige Leute waren sie und den ein oder anderen hat der alte Bauer wohl auch übers Ohr gehauen. Aber selbst die Kinder wurden grausam ermordet, und so geht die Angst um im Dorf, denn vom Mörder fehlt jede Spur.

Diese Spur muss der Leser aufnehmen.

Unheimlich wird es, weil man jeden Schritt des Mörders mit verfolgt, ihn beobachtet bei seinen alltäglichen Verrichtungen, ohne seine Identität zu kennen. Die spannende Unruhe, die einen bis zum Ende nicht verlässt, löst sich erst auf, wenn das Mosaik komplett ist.

Die Autorin legt mit ihrem Debüt nicht nur einen dramatischen, literarisch reizvollen Kriminalroman vor. Sie zeichnet schonungslos und eindrücklich das Porträt einer bigotten und ganz und gar nicht idyllischen dörflichen Gemeinschaft mit einem traumatischen Beziehungsgeflecht, das schließlich zum Mord führt.

Dem Buch liegt ein ungeklärter Mordfall an einer Bauernfamilie zugrunde.

:arrow: quasi die letzte Buchempfehlung von Elke Heidenreich!
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Beitragvon supporter1905 » Di 4. Nov 2008, 14:09

[right]http://lesen.de/image/w600/front/0/9783899940558.jpg[/right]



ganz klar mein Lieblings Buch
Wir Singen für unsere Manschaft wir Leben fur unsern Verein

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Beitragvon Nicolche » Di 9. Dez 2008, 13:56

Ich lese grad dieses Buch und kann es kaum aus der Hand legen:


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Tilman Röhrig - Wie ein Lamm unter Löwen,
Kurzbeschreibung:
Im Jahre 1194 wird am zweiten Weihnachtstag auf dem Marktplatz von Jesi ein Kind geboren: Friedrich, der Sohn des Kaisers Heinrich und seiner Frau Konstanze. Wild und ungebändigt wächst der Junge in den Gassen von Palermo auf, regiert später das Kaiserreich und stirbt 1250 nach einem erfülltem Leben - und jahrelanger Auseinandersetzung mit dem Papst. Im Jahre 1284 verkündet ein würdiger alter Mann mit schneeweißem Haar auf dem Marktplatz von Köln: ”Ich bin Friedrich der Staufer. Ich bin nicht, wie ihr glaubt, vor vielen Jahren gestorben, sondern nach einer langen Pilgerfahrt aus dem Heiligen Land zurückgekehrt, um Frieden zu bringen.” Die Zuhörer sind erstaunt, welche Einzelheiten aus dem Leben des Kaisers der Unbekannte kennt. Der Mann kann kein Betrüger sein! Aber wer ist er dann? Die Gestalt Friedrichs II., den man ”das Staunen der Welt” nannte, steht im Zentrum des Mittelalters. In seinem farbenprächtigen Roman schildert Tilman Röhrig das Leben des Herrschers - und dasjenige des Mannes, dessen einzige Aufgabe es war, Friedrich zu dienen.

Einer der besten historischen Romane, die ich je gelesen habe und wirklich sehr zu empfehlen!
"Nicht die sind zu bedauern, deren Sehnsüchte nicht in Erfüllung gehen, sondern diejenigen, die keine mehr haben."

(Marie von Ebner-Eschenbach)

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Beitragvon Nicolche » Di 9. Dez 2008, 14:01

Außerdem hab ich vor kurzem diese drei Bücher verschlungen.
Die haben echt Suchtpotential.
Und gleichzeitig schäme ich mich fast ein bißchen, weil ich eigentlich zu alt für sowas bin :oops:

BildBildBild
"Nicht die sind zu bedauern, deren Sehnsüchte nicht in Erfüllung gehen, sondern diejenigen, die keine mehr haben."

(Marie von Ebner-Eschenbach)

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Beitragvon Jockel » So 11. Jan 2009, 13:21

"Erinnerungen an Straža" von Karl Kolterer. Es handelt sich um persönliche Aufzeichnungen der Empfindungen vor und während des 2. Weltkriegs in Slowenien.

Keine literarische Meisterleistung, aber sehr bewegend.

Das Buch ist aus den mit Schreibmaschine verfassten Seiten gebunden worden. Mir gefällt so was.
"Eigentlich hatte ich heute viel vor. Jetzt habe ich morgen viel vor."

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Meenzerkind
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Beitragvon Meenzerkind » So 11. Jan 2009, 19:31

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Freiburg im 16. Jahrhundert: Der Hexenwahn, der über das Deutsche Reich fegt, hat die beschauliche Universitätsstadt am Rande des Schwarzwalds erreicht. Als zum ersten Mal eine Frau qualvoll auf dem Scheiterhaufen verbrennt, wird Catharina geboren - ein schlechtes Omen?

Das wissbegierige, aufgeweckte Mädchen wächst heran zu einer selbstbewussten jungen Frau, die mit offenen Augen die Umbrüche und Errungenschaften ihrer Zeit wahrnimmt. Sie findet und verliert ihre große Liebe, gerät durch ihre Heirat mit einem angesehenen Ratsherren in verhängnisvolle Abhängigkeit, gegen die sie mit dem Mut der Verzweiflung ankämpft.

Als Witwe gelingt es ihr, sich aus dem goldenen Käfig zu befreien und ihr Leben eigenständig zu gestalten. Am Ende droht sie deswegen alles zu verlieren - nur eines bleibt ihr: eine unendliche Liebe, vor der selbst der Tod seinen Schrecken verliert.

Die authentische Catharina Stadellmenin, Witwe eines Zunftmeisters und Ratsherren, wurde tatsächlich 1599 in Freiburg als Hexe denunziert und verbrannt. Ihr Schicksal ist das Schicksal einer Frau, deren Lebens- und Denkweise in der damaligen Gesellschaft keine Chance hatte
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Beitragvon Jockel » Do 15. Jan 2009, 15:31

Habe gerade eine Déjà-vu-Orgie [TM].

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Auch hier darf man kein linguistisches Feuerwerk erwarten, aber es ist schön, wenn man denn zur Zielgruppe gehört.
"Eigentlich hatte ich heute viel vor. Jetzt habe ich morgen viel vor."

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Beitragvon Nicolche » Do 15. Jan 2009, 16:58

Wo wir grad bei Büchern aus der Heimat sind:

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Da oben hab ich auch schon oft gesessen :love:
"Nicht die sind zu bedauern, deren Sehnsüchte nicht in Erfüllung gehen, sondern diejenigen, die keine mehr haben."

(Marie von Ebner-Eschenbach)

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Beitragvon Meenzerkind » Do 15. Jan 2009, 22:50

Shoquelle hat geschrieben:Habe gerade eine Déjà-vu-Orgie [TM].

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Auch hier darf man kein linguistisches Feuerwerk erwarten, aber es ist schön, wenn man denn zur Zielgruppe gehört.


Oh nein, noch so ein Buch für meine Eltern!!!

Aber vielen Dank, jetzt hab ich was für meine Mutter zum Geburtstag! 8)
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Beitragvon Meenzerkind » Mi 21. Jan 2009, 19:07

Lese zur Zeit von den beiden

Bild:

Erzähl doch mal von früher. Loki Schmidt im Gespräch mit Reinhold Beckmann

Kurzbeschreibung:

»Geblieben ist eine große Dankbarkeit für all das, was ich gesehen habe.« - Loki Schmidt begibt sich auf eine sehr persönliche Reise durch ihr Jahrhundert. Was so entsteht, ist das facettenreiche Lebensbild einer selbstbewussten, engagierten Frau, die heute vielen ein Vorbild ist. Illustriert wird das Buch durch zahlreiche, zum Teil erstmals veröffentlichte Fotos.


Für Loki Schmidt war es schon als Kind das Schönste, wenn ihre Eltern oder Großeltern »von früher« erzählten. Heute ist es ihr ein Anliegen, die nächsten Generationen an ihren Erfahrungen und Einsichten teilhaben zu lassen. Dafür lässt sie Lebensabschnitte Revue passieren, die ihr Schicksal, aber auch das unseres Landes entscheidend geprägt haben. Ob es der Alltag in den zwanziger Jahren ist, Hitlers Einzug in Hamburg, Giscard d'Estaing an der Hausbar oder das Nachdenken über die letzten Dinge anschaulich und pointiert erzählt sie aus ihrem bewegten Leben.

Das Buch liest sich wirklich ganz toll! Oft gibt es allerdings Stellen, da kommt sie sehr abgebrüht rüber! Was mich manchmal sehr zum Nachdenken bringt. :roll:
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Beitragvon Jockel » So 1. Feb 2009, 18:35

"Eigentlich hatte ich heute viel vor. Jetzt habe ich morgen viel vor."

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Beitragvon Meenzerkind » Mo 2. Feb 2009, 23:15

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In Kürze:

Eines Morgens liegt der Schäfer George Glenn leblos im irischen Gras, ein Spaten ragt aus seiner Brust. Die Schafe von George sind entsetzt: Wer kann den alten Schäfer umgebracht haben? Und warum? Miss Maple, das klügste Schaf der Herde, beginnt sich für den Fall zu interessieren. Glücklicherweise hat George den Schafen vorgelesen, und so trifft sie das kriminalistische Problem nicht ganz unvorbereitet. Trotz vieler Missverständnisse kommen sie der Menschenwelt mit ihrer Schafslogik nach und nach auf die Schliche und verfolgen unerbittlich die Spur des Täters. Zwischen Weide und Dorfkirche, Steilklippen und Schäferwagen warten ungeahnte Abenteuer auf Miss Maple und ihre Herde – bis es ihnen tatsächlich gelingt, Licht ins Dunkel zu bringen und den rätselhaften Tod ihres Schäfers aufzuklären …


... erinnert mich etwas an die Katzenkrimis Felidae von: Akif Pirincci! :roll:
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noodles
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Beitragvon noodles » Do 26. Mär 2009, 23:59

Der Ruhm des Unsichtbaren.

Und so möchte man ihm, diesem Schriftsteller, dessen Sprache man so sehr liebt,
dass naturgemäß diese Sympathie auch auf deren Schöpfer übergeht, diesem Mann,
dessen Unsichtbarkeit man angesichts der allgemeinen und unentrinnbaren Präsenz
und Meinungsproduktion so vieler seiner Kollegen man gar nicht laut und heftig genug
preisen kann, zum Sechzigsten das wünschen, was er sich seit fast fünfundzwanzig
Jahren selber gönnt: seine Ruhe, seine bayerische.

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Beitragvon Meenzerkind » Sa 28. Mär 2009, 22:20

noodles hat geschrieben:[zitat] Der Ruhm des Unsichtbaren.

Und so möchte man ihm, diesem Schriftsteller, dessen Sprache man so sehr liebt,
dass naturgemäß diese Sympathie auch auf deren Schöpfer übergeht, diesem Mann,
dessen Unsichtbarkeit man angesichts der allgemeinen und unentrinnbaren Präsenz
und Meinungsproduktion so vieler seiner Kollegen man gar nicht laut und heftig genug
preisen kann, zum Sechzigsten das wünschen, was er sich seit fast fünfundzwanzig
Jahren selber gönnt: seine Ruhe, seine bayerische.[/zitat]


Na wenigstens hat einer an Herrn Süskind´s Geburtstag gedacht!

Ich hab´s mich nicht getraut zu posten!!! :roll:

Entweder man mag ihn oder nicht, was auch einmal zu einer längst vergangen Forumsdiskussion führte!


Ein Buchtipp an die jenigen unter euch, die das Parfüm mochten!

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Ein stinkendes, Kloaken artiges, brüchiges und marodes Abfluss-System unter dem London des Jahres 1855, das ist der deprimierend und düstere Handlungs- und Tatort eines ungemein fesselnden und mitreißenden Thrillers. In der beklemmenden Welt der Kanalspüler geschieht ein grausiger Mord. In Verdacht gerät der sympathische Vermesser William May.
Ja, keine Frage, das Buch erinnert an Patrick Süskinds Das Parfum, ganz ähnlich hier die Eindringlichkeit, die Plastizität der Geschehnisse, die stark sinnlichen Beschreibungen, das alles geht heftig an Niere und Nase gleichermaßen, ist schauerlich und gruselig, düster und eines noch: wahnsinnig spannend!

William May, Ingenieur und Vermesser, ist aus dem Krim-Krieg zurückgekehrt nach London, der Krieg hat ihm seelisch zugesetzt, immer öfter sucht er aus innerer Verzweiflung und der Sucht zur Selbstverstümmelung die unterirdischen, von Ratten bewohnten Kanäle auf. "...hier unten in der völligen Dunkelheit..., wo er knietief in den Ausscheidungen der größten Stadt auf Erden stand, fand Williams seine Freiheit." May erhält einen guten Job, wird mit verantwortlich für ein Mammut-Projekt der Stadt, es soll ein modernes Abwassersystem entstehen. Eine junge Familie hat er, allmählich lassen auch die Kriegsfolgen nach. Aber dann: Intrigen reißen alte Wunden wieder auf, treiben May an den Rand der Verzweiflung. Erneut flüchtet er, geistig verwirrt in die dunklen Kanäle. Hier geschieht ein bestialischer Mord und alle Spuren weisen auf ihn.

Neben der Geschichte, in die man wie unter Zwang seine Nase schnell und tief hineinsteckt, bietet der Roman auch höchst anschauliche Bilder des desolaten London zu jenen Tagen: immer wieder wütet die Cholera, Armut und Bitterkeit beherrschen den Alltag, "Und über allem lag der üble Fäkaliengestank des Flusses... Er schlüpfte durch alle Hemdfasern und drang durch die Poren der Haut." Ein historischer Roman, der schaurige Visionen und gespenstische Bilder im Kopf gleich mit liefert!

Die Ereignisse seien authentisch und einige der Personen hätten wirklich existiert, schreibt die studierte Historikerin Clare Clark, gebürtige Londonerin. Nicht nur also eine beeindruckende und offenbar leidenschaftliche Recherche in den Annalen der heutigen Weltstadt, sondern auch von Umsetzung, Sprache, Aufbau und einem ausgeprägten Gespür für Spannung und Dramatik her ein ausgefallenes und bemerkenswertes Erstlingswerk! --Barbara Wegmann

Pressestimmen

"Seit Patrick Süskinds 'Parfum' wurde der Geruchssinn nicht mehr so effektvoll und atmosphärisch beschworen." (Publishing News)
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Beitragvon Meenzerkind » So 29. Mär 2009, 16:55

Was ein Gück, habe ich das Buch nicht in London gelesen. Denn von London hätte ich wahrscheinlich nicht viel gesehen! http://www.smilies.4-user.de/include/Le ... es_008.gif

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Vier Bestseller in Folge, Übersetzungen in 20 Sprachen – sogar in den englischsprachigen Markt hat es Sebastian Fitzek geschafft. „Der Seelenbrecher“ ist bereits mit Bestseller-Aufklebern auf dem Cover ausgestattet, bevor er ausgeliefert wird. Bei den Vorbestellerzahlen eines Fitzeks kein Wunder. Ich stelle mir das in seinem Fall ein bisschen so vor, dass sich die Leute von seinem Verlag gegenseitig mit Champagner übergießen, weil sie damals, zu „Therapie“-Zeiten, so schlau waren, ihn unter Vertrag zu nehmen.

Hinterher haben es immer alle von Anfang an gewusst. Vergessen ist nun, dass er damals auch nur die beiläufige Missachtung genoss, die so viele deutsche Krimi- und Thrillerautoren bei den großen Verlagen zu dulden haben, die primär auf erfolgserprobte Auslandslizenzen setzen. Wäre da nicht ein Außendienstmitarbeiter auf ihn aufmerksam geworden, der seinen Kollegen erzählte, was sie da so Tolles ungelesen in ihren Musterköfferchen herumschleppen. Eine Erfolgs-Story, wie man sie sich wünscht. Und nun die spannende Frage, die man sich vor jedem neuen Buch eines Erfolgsautors stellt: Kann er nach drei Bestsellern die Spannung halten und mit einer noch ungewöhnlicheren Idee punkten? Kann er. Aber diesmal ein bisschen anders.

Diesmal spielt alles in einer tief verschneiten, von der Außenwelt auf jede erdenkliche Weise abgeschnittenen psychiatrischen Anstalt auf dem Teufelsberg im Grunewald. Den Berg gibt es, die Klinik nur im Buch. Dort finden sich nun ein paar wenige Klinikmitarbeiter und Patienten in der Weihnachtszeit mit einem Serienkiller eingeschlossen. Der Serienkiller – und das ist nun das Besondere – foltert seine Opfer nicht etwa mit körperlichen Schmerzen. Vergewaltigt nicht. Tötet nicht, jedenfalls nicht direkt. Die Opfer, bisher alle junge Frauen, werden psychisch völlig zerstört und nicht mehr ansprechbar vorgefunden, sobald der Seelenbrecher, wie er in den Medien genannt wird, mit ihnen fertig ist. Doch was genau passiert ist, bleibt vorerst ein Geheimnis.

Im Grunde ist dies aber nur die Geschichte in der Geschichte. Es gibt eine Rahmenhandlung: Ein Psychologieprofessor zitiert seine Studenten in die mittlerweile leer stehende Teufelsbergklinik und lässt sie unter medizinischer Aufsicht eine Krankenakte lesen. Diese ist kurioserweise geschrieben wie ein Roman und erzählt die oben angerissene Story vom Seelenbrecher. Das Experiment besteht tatsächlich einzig aus dem Lesen der Akte, sonst nichts. Der Clou wird natürlich erst am Ende verraten, aber Fitzek stellt die Sache sehr geschickt an, indem er die fiktionale Ebene der Rahmenhandlung in die Realität hebt: Auch der reale Leser befindet sich ein Stück weit in der Situation des Experiments, ist selbst einer der Testleser dieser merkwürdigen Krankenakte.

Das kann ich nur bestätigen, bin grad total fasziniert!:daum: 8)
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