Warum wehren sich die ostdeutschen Vereine nicht...

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Štěpánka
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Warum wehren sich die ostdeutschen Vereine nicht...

Beitragvon Štěpánka » So 22. Jun 2014, 16:44

... wenn die versammelte Presselandschaft allen Ernstes so tut, als sei Rasenballsport Leipzig ein "ostdeutscher Verein"?

Also jetzt nicht mit irgendwelchen "Scheiß-Red Bull-Seiten" auf Facebook, sondern in vernünftig formulierten Presseerklärungen, idealerweise von mehreren gleichzeitig unterschrieben à la "Getrennt in den Farben, vereint gegen Etikettenschwindel"?
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ronaldea
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Re: Warum wehren sich die ostdeutschen Vereine nicht...

Beitragvon ronaldea » So 22. Jun 2014, 18:57

Weil sie wissen dass es die wenigsten interessiert.
Das einzige was der Brause-Boss verstanden hätte wäre ein leeres Stadion in Leipzig gewesen.
Aber die Eventdeppen pilgern ja brav hin um das Produkt Bundesliga zu geniessen.
Hoffenheim ist der selbe Fall. Habe ich nie verstanden was einen dazu treibt sich dass anzutun.
Mir aber grundsätzlich egal. Ich werde den Fussball den ich mag immer finden. Auch wenns nicht mehr im Profifussball ist.
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Štěpánka
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Re: Warum wehren sich die ostdeutschen Vereine nicht...

Beitragvon Štěpánka » So 22. Jun 2014, 19:37

Vor gar nicht langer Zeit hat in der AZ-Beilage auch irgendein anders Begabter, der von sich sagte, daß er Mainz 05-Fan sei, aus der Gegend von Leipzig oder direkt aus dem Ort gesagt, daß er es toll fände. wenn die Werbepartner aufstiegen, dann hätte er ein Heimspiel. Ich hatte dann nicht den Nerv auch nur zu versuchen ihm und anderen der Sorte zu versuchen zu erklären, daß gerade Mainz 05 ein lebhaftes Interesse daran haben muß, daß solche 'Sportler' nicht weit kommen.
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ronaldea
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Re: Warum wehren sich die ostdeutschen Vereine nicht...

Beitragvon ronaldea » So 22. Jun 2014, 20:29

Ich weiss nicht ob wir das müssen. Ich mach das nicht an der Liga fest. Wenn Deutschland den puren Kommerz will soll es ihn haben. Und wenn ich dann in der 3. Liga unterwegs bin ist mir das auch recht. Wenn das, was Vereine wie Freiburg und Mainz für den Fussballsport leisten keine Anerkennung findet, und stattdessen Gazprom, Hopp, Red Bull und Konsorten zugejubelt wird ist das bitter, aber von uns sicher nicht zu verhindern.
Heisst aber nicht dass wir unseren puren Hass nicht Ausdruck verleihen können und sollen.
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elli²
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Re: Warum wehren sich die ostdeutschen Vereine nicht...

Beitragvon elli² » So 17. Jul 2016, 17:24

Auf diese Weise wehren, ist auch nicht sonderlich sinnvoll, aber besser als gar nix.

Nein, die Herren, es sind nicht ein paar Idioten, es sind hunderttausende Fußballfans, die euch 'anfeinden'. Und so strunzdumm, nicht zu wissen, warum, sind nur sehr wenig Menschen auf der Welt.
Sport und Turnen füllt Gräber und Urnen.

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Jockel
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Re: Warum wehren sich die ostdeutschen Vereine nicht...

Beitragvon Jockel » So 17. Jul 2016, 23:21

Das ist alles richtig, aber ich bin da ein wenig bei ronaldea.

Darüber, dass so Werbeprojekte wie Rasenballsport, Hopp & Co. eklig sind, gibt es doch unter Fußballfans keine zwei Meinungen. Das es immer genug Eventdummvolk geben wird, sieht man ja an o.g. Beispielen und in abgewandelter Form auch bei der EM.

Die insgesamt zunehmende Kommerzialisierung ist es aber eher, was mich und viele andere immer mehr anwidert. Steigende Eintrittspreise, Milliardensummen an TV-Geldern, völlig verzerrte Spieltage, Ablösesummen von über 100 Millionen, Ausstiegsklauseln, Lügen und gebrochene Verträge bei Spielern, Trainern und wie wir in Mainz erleben durften auch bei Managern.

Die Schraube wird immer weiter gedreht, die Fans immer mehr verarscht und irgendwann sind die Zuschauer genauso austauschbar wie die Spieler.

Insgeheim wünsche ich mir fast einen Abstieg, damit das mal wieder einen Tick geerdeter wird.

Das ganz große Rad drehen außer Bayern und mit Abstrichen Dortmund nur noch Werberotz à la Leipzig, Hoffenheim, Leverkusen, Wolfsburg und die KGB-Stricher aus Herne-West.

Mir hat Fußball schon mal DEUTLICH mehr Spaß gemacht.
"Eigentlich hatte ich heute viel vor. Jetzt habe ich morgen viel vor."


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